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Beispiele für den Unterricht in Delphi, Umstieg von Turbopascal
13.02.2005, 04:58 von Admin 
-Ich strukturiere gerade meinen neuen Informatik-Unterricht.
Auf welche Programmiersprache sollte ich mich konzentrieren?
Ist das alte "Turbo-Pascal" einfacher als eine aktuelle "Entwicklungs-Umgebung"?

Programmiersprachen gibt es in großer Zahl, in vielen Dialekten und Altersklassen.
Einige sind für bestimmte Aufgabenstellungen in besonderer Weise für allgemeinere Probleme weniger geeignet und umgekehrt.
Es gibt weder "gute" noch "schlechte" Programmiersprachen. Immer geht es darum, zur Ausführung irgendeiner vom "Anwender" gewünschten Funktion, meist mehrere Funktionen von Subsystemen aufzufordern, geeignete Funktionen in anderen Subsystemen auszulösen.
Zuletzt müssen Anweisungen bereitgestellt werden, die von der Hardware (dem Prozessor) unmittelbar ausgeführt werden können.
Vom Anwenderwunsch bis zum "Maschinenprogramm" werden viele Software-Ebenen durchlaufen.
Jede dieser Steuerungs-Ebenen wird von irgendwelchen Programmiersprachen "bedient".
Unter didaktischen Aspekten und mit pragmatischen Vereinfachungen ergeben sich zunächst zwei Möglichkeiten "den Faden aufzunehmen".

Wenn Sie es vorziehen vom Speziellen zum Allgemeinen zu führen, z.B. weil Sie aus pädagischen Gründen möglichst interessante, vielleicht auch plakative Demonstrationsmöglichkeiten anbieten wollen, dann bieten sich die einschlägigen "Büro"-Anwendungen Text- und Bildbearbeitung (einschl. Internet-Recherche) und Tabellenkalkulation an.
Bei konsequenter Disziplin in der Anwendung der den jeweiligen Programmkonzepten zugrundeliegenden Datenstrukturen (z.B. Dokument- und Formatvorlagen sowie Formatierung mit Tabellen)
werden "Anwender"-Kernfähigkeiten erworben und es lassen sich ohne Mühe Anknüpfungspunkte zu weiteren Unterrichtsfächern verankern.
So ist 'Kurvendiskussion' mit 'Excel' und auch bei der Einführung des Begriffs 'Datenbank' sicher ein 'Muß'.
Auch können Schüler unter dem Eindruck von im "gemeinschaftlich-verteilten" Handeln erstellten Projekten deren Inhalte von einer Vielzahl anderer Fächer und sonstigen schulischen Belangen beigesteuert werden können, die Anwendungs- also die menschliche Ebene erleben.
Bei dieser Vorgehensweise stehen ausreichend standardisierte Anwendungen mit attraktiven Inhalten in (fast) allen Schulen zur Verfügung.
Der Begriff "Programmierung" kann auf dieser (obersten) Ebene mit Hilfe der in den meisten Anwendungen verfügbaren 'Makro'-Sprachen eingeführt werden.
Von hier aus suchen Sie sich mit dem Ziel 'mehr Flexibilität' über Interpreter und Compiler, den Weg 'hinunter' bis zur Assembler-Programmierung also der direkten Steuerung des Rechen-Gerätes.

Aus der entgegengesetzten Richtung kommend werden Sie wahrscheinlich zunächst Interesse wecken müssen für Fragen wie 'wie kann einer Maschine das Rechnen beigebracht werden?' u.ä.m.
Hier könnten Sie versprechen, daß nach Ablauf des Semesters Jeder seinem Rechner beibringen kann, wie er bewegte Graphiken erzeugt in der für sog. Spielprogramme notwendigen Geschwindigkeit.
Sie werden sich also mit den Grundbausteinen der Darstellung logischer Entscheidungen z.Bsp. unter zu Hilfenahme unseres 'Very-Simple-Logic-Simulator's beschäftigen.
Dann werden Sie möglicherweise einen realen Rechner als ungeheure Ansammlung solcher Bausteine vorstellen, die unter Benutzung einer zentralen Steuereinheit für beliebige Informations-Speicherung und Verrechnung dienen kann.
Von hier aus suchen Sie sich mit dem Ziel 'mehr Produktivität' den Weg 'hinauf' über einen Makro-Assembler, Compilern und Interpretern, der Trennung von Standardaufgaben (Betriebssystem) und spezieller Funktionalität (Anwendungsprogramme) über 'Delphi' und 'C++' zur XML-Anwendungssteuerung.

Die Frage nach 'der' Programmiersprache kann ebenso wenig exakt beantwortet werden wie die Frage in welcher Richtung das Gebiet am besten durchquert wird.
In den einschlägigen Stellenanzeigen der Industrie wird insgesamt eine unüberschaubare Zahl von Programmiersprachen gefordert.
13.02.2005, 04:56 von Admin 
Es soll allerdings nicht unerwähnt bleiben, daß unabhängig von Systemumgebungen und Aufgabenstellungen und seit einer langen Zeit häufig die Sprache 'C' heute in ihrer Objektorienterten Erweiterung 'C++' zum Einsatz kommt.
'Delphi' ist 'nicht weit davon entfernt' und seine Entwicklungsumgebung ist leichter bedienbar als das tatsächlich veraltete 'Turbo-Pascal'.
Auch ist das Arbeitsergebnis in einer graphisch orientierten Ausgabe für den Schüler viel attraktiver.
U.E. tritt die Auswahl einer bestimmten Programmiersprache für den Informatik-Unterricht hinter dem pragmatischen Ziel des Erkenntnisgewinns was denn 'Programmieren' in einer möglichst abstrakten Sicht genau ist, wesentlich zurück.


Ihr Admin-Team
13.02.2005, 04:55 von Admin 
Liebe Lehrerinnen und Lehrer

Sie sind auch hier herzlich eingeladen, in unserem Forum zum Thema
Delphi - Beispiele  
Beispiele für den Unterricht in Delphi, Umstieg von Turbopascal
alles zu diskutieren, was Ihnen und Ihren Kollegen u. Kolleginnen bei der Bewältigung der verschiedenen Ansprüche an den Informatik-Unterricht hilft.

z.Bsp.:

-Ich strukturiere gerade meinen neuen Informatik-Unterricht.
Auf welche Programmiersprache sollte ich mich konzentrieren?
Ist das alte "Turbo-Pascal" einfacher als eine aktuelle "Entwicklungs-Umgebung"?

oder:

-Wie bringe ich die "Kids" dazu, sich dafür zu interessieren wie ihre Spiele funktionieren?

Interessant fänden wir auch:

-Sollte die "TeachersCorner" Lehrern u. Lehrerinnen vorbehalten sein?


Ihr Very-Simple-Logic-Simulator - Team

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